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Statements:

Hans Stöckli
Hans Stöckli, Ständerat Bern

»Artikel 12 unserer Bundesverfassung garantiert allen Menschen in unserem Land, die sich in einer Notlage befinden, die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind. Und zwar nicht zu 90, sondern zu 100 Prozent.«

Pedro Lenz
Pedro Lenz, Schriftsteller

»Es ist der Gipfel der Bösartigkeit und des Zynismus, in Zeiten der Abzockerei und der Steuergeschenke an Superreiche, ausgerechnet bei der Sozialhilfe kürzen zu wollen!«

Helmut Kaiser
Helmut Kaiser, Sozial- und Wirtschaftsethiker, ref. Pfarrer in Spiez

»Die Kürzung der Sozialhilfe hebt die Würde von Menschen auf, zerstört deren Identität und widerspricht dem ethischen Grundsatz der Gerechtigkeit, wonach die am meisten Benachteiligten eine bevorzugte Unterstützung erhalten sollen.«

Kathrin Preisig
Kathrin Preisig, Sozialarbeiterin

»Natürlich ist es möglich, bei den Budgets von Sozialhilfebeziehenden Mittel zu sparen. Die Auswirkungen wären der Verlust von Autonomie, Motivation, sowie oft auch des sozialen Umfeldes. Dies ist heute schon teilweise zu beobachten und führt nicht zu einer erfolgreichen Reintegration, sondern in langfristige Abhängigkeit.«

Markus Troxler
Markus Troxler, ehemaliger Leiter eines Schulheimes und eines Sozialdienstes

»Über 6 Prozent aller Kinder im schul- und vorschulpflichtigen Alter sind arm und auf Sozialhilfe angewiesen. Eine Annahme der Motion Studer würde die Entwicklungsperspektiven dieser Kinder einschränken und ihre Chancen verkleinern, der Armutsfalle zu entkommen. Das ist nicht zu verantworten.«

Oswald Sigg
Oswald Sigg, Redaktor Mediendienst www.haelfte.ch

»Die wirkliche Ungerechtigkeit in unserem Sozialsystem liegt nicht darin, dass sich die Sozialhilfebeziehenden auf unsere Kosten und ohne zu arbeiten einen üppigen Lebensstil gönnen, wie die absurde Begründung zur Motion Studer lautet.
Zutiefst ungerecht ist vielmehr der politisch geschürte Generalverdacht, die meisten Bezüger von Sozialhflfe seien tendenziell Schmarotzer und Betrüger. Diese »Sozialpolitik führt dazu, dass mindestens die Hälfte der Schwächsten in unserer Gesellschaft ihr Recht auf öffentliche Unterstützung gar nicht geltend machen. Damit sind die Sozialhilfekosten heute schon um 50 Prozent gekürzt. Das ist der Skandal.«